|
GESELLSCHAFT UND KIRCHE |
AUS DEN KIRCHEN
|
|
Dienstag, den 24. Januar 2012 um 14:28 Uhr
|
Die „Aktion Silbermöwe“ und das Leserhilfswerk der Speyerer Bistumszeitung „der pilger“, hat im vergangenen Jahr wieder ein Ergebnis von mehr als 517 000 Euro für notleidende Menschen in der Welt erzielt. „Mit den kleinen und großen Spenden der Leserinnen und Leser sowie zahlreicher Initiativen, Verbände und Pfarreien konnten wir Projekte und Missionsstationen in fast 40 Ländern unterstützen“, so Norbert Rönn, Chefredakteur der Speyerer Bistumszeitung. Größere Summen gingen im Jahr 2011 unter anderem an Projekte für die Hungersnotopfer in Ostafrika, zum Beispiel in Kenia. Aber auch Kinder und Jugendliche eines beim Tsunami in Japan schwer beschädigten Heims, erhielten Hilfe aus dem Bistum Speyer. In Lateinamerika unterstützten Leserinnen und Leser des „pilger“ zum Beispiel Straßenkinder-Projekte von Pfarrrer Harald Wilhelm in Paraguay und von Beate Kästle in Brasilien.
Auch Chile stand wieder ganz oben auf der Hilfe-Liste der Silbermöwe. Unterstützung erfuhren auch Straßenkinder in Kenias Mega-Metropole Nairobi. Weiteres „Schwerpunktland der Hilfe“ in Afrika war Angola, wo Niederbronner Schwestern arbeiten. Auf der langen Liste der geförderten Hilfsprojekte standen auch eine Landwirtschaftsschule in Brasilien, eine Armenklinik in Kalkutta, sowie unterschiedliche, meist von Ordensleuten initiierte Einrichtungen in Indien, Indonesien, Ghana, Togo und Ruanda. Insgesamt konnten allein in den zurückliegenden zehn Jahren mehr als neun Millionen Euro von der „Aktion Silbermöwe“ weitergeleitet werden. Die Hilfsaktion der Speyerer Kirchenzeitung arbeitet eng mit der Diözesanstelle für weltkirchliche Aufgaben im Bischöflichen Ordinariat, der bischöflichen Finanzkammer und der Liga-Bank zusammen. Hilfreiche und kompetente Partner sind zudem die kirchlichen Hilfswerke, unter anderem das päpstliche Missionswerk der Kinder in Aachen, das viele Projektspenden aus eigenen Mitteln nochmals aufstockt. Die „Silbermöwe“ ist in dieser Form einmalig in der deutschen Presselandschaft. Sie war 1960 ins Leben gerufen worden, denn der Anlass für die damalige Initiative waren Frauen und Männern aus der so genannten Dritten Welt, um die Reise zum Eucharistischen Weltkongress in München zu ermöglichen.
Im Zusammenhang mit der „Aktion Silbermöwe“ geht es der Redaktion des „pilger“ besonders darum, Brücken zwischen den Menschen im Norden und Süden zu schlagen, um die Hilfe zur Selbsthilfe, die Kontakte und Partnerschaften auf Augenhöhe und das gegenseitige voneinander Lernen. Ein wichtiges Anliegen sei laut Rönn die „Hintergründe von Unterentwicklung und Armut zu beleuchten und die Verantwortung jedes einzelnen für eine gerechtere Welt anzumahnen“. (spa)
|