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'Helft Pakistan!': Bistum Speyer und Protestantische Landeskirche verstärken ihre Hilfe für die Flutoper - Sonderkollekte in Gottesdiensten
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GESELLSCHAFT UND KIRCHE | AUS DEN KIRCHEN
Dienstag, den 31. August 2010 um 07:38 Uhr
Das Bistum Speyer und die Evangelische Landeskirche der Pfalz verstärken ihre Hilfe für die Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan um jeweils 10.000 Euro. Die beiden Kirchen rufen dringend zu weiteren Spenden auf. In den katholischen Gottesdiensten am 4. und 5. September wird eine Sonderkollekte gehalten. In den evangelischen Kirchengemeinden findet am 12. September eine Sonderkollekte statt.

„Es fehlt an ausreichenden Mitteln, um wenigstens das schlimmste Elend zu bekämpfen“, erklären die beiden Kirchen angesichts des bisherigen Spendenaufkommen, das nicht so groß ist wie bei anderen Katastrophen. In einem gemeinsamen Appell fordern die Deutsche Bischofskonferenz und der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland schnelle Hilfe für die Flutopfer: „Unsere Hilfsbereitschaft sollte nicht durch Vorbehalte gegen ein Land und eine Region vermindert werden, in denen schwierige politische Verhältnisse herrschen. Es ist vielmehr ein schlichtes Gebot der Nächstenliebe, dass den vielen Menschen, die akut an Leib und Leben gefährdet sind und deren Zukunftschancen in den Fluten zu versinken drohen, umfassend geholfen wird.“
20 Millionen Menschen sind von den Folgen der Überschwemmungen in Pakistan betroffen. Die Wassermassen entlang des Indus, der das Land von Norden nach Süden durchfließt, haben Gebäude, Straßen und Brücken mit sich gerissen. Die Versorgung mit Strom und Trinkwasser ist vollständig zusammengebrochen. Große Teile der landwirtschaftlichen genutzten Flächen sind so stark überflutet, dass das Ackerland in absehbarer Zeit keine Ernte mehr erbringen wird.
„Überall Wasser – und wir haben keinen Tropfen zu trinken.“ Der verzweifelte Schrei einer alten Frau hat die Helferin Lisa Beyle zutiefst erschüttert. „Mir wurde ein Glas Wasser aus dem braunen Fluss angeboten. Es sah wie Schlamm aus. Das schmutzigste Wasser, das ich je in meinem Leben gesehen habe“, erzählt sie. „Ich konnte gar nicht glauben, dass die Leute so etwas trinken. Aber sie müssen, um nicht zu verdursten.“
Angesichts der brütenden Hitze und der Seuchengefahr durch verunreinigtes Wasser haben Caritas und Diakonie medizinische Gesundheitsposten eingerichtet, in denen Verletzte versorgt und Impfungen vorgenommen werden. Viele Verletzungen stammen vom Treibgut in den Fluten. Durchfallerkrankungen und Hautausschläge häufen sich. Die Katastrophenhelfer versorgen die Menschen mit Lebensmitteln, Zelten, Medikamenten und Trinkwasser.

Spendenkonten:
Diakonisches Werk Pfalz, Kontonummer 14 14, EKK Speyer, BLZ: 520 604 10, Kennwort "Fluthilfe Pakistan"
Caritas international, Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00, Kennwort „Fluthilfe Pakistan“
Weitere Informationen:
www.diakonie-katastrophenhilfe.de
www.caritas-international.de
Auf beiden Internetseiten besteht die Möglichkeit, online zu spenden.