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Weichen für die Zukunft stellte der AV 03 Speyer, mit 780 Mitglieder einer der großen Vereine der Stadt, bei seiner Mitgliederversammlung am Sonntagvormittag im Vereinsheim, als nach 22 Jahren mit Winfried Müller ein neuer 2. Vorsitzender gewählt wurde. Der 43.jährige Rechtsanwalt folgt Helmuth Glavanitsch, der dieses Amt über zwei Jahrzehnte ausübte. Auch Vorsitzender Hans-Jürgen Hinderberger, noch einmal einstimmig wiedergewählt, kündigte an, in zwei Jahren nicht wieder kandidieren zu wollen. Bis dahin werde er seinem Nachfolger das Haus bestmöglich bestellen, meinte er.
In seinem Rechenschaftsbericht stellte der Vorsitzende noch einmal die Großveranstaltung Deutsche Mannschaftsmeisterschafts-Endrunde heraus, die in einem eigens auf dem Vereinsgelände aufgebauten Zelt mit großem Erfolg durchgeführt wurde - am Ende war Speyer Meister. Das sei der größte sportliche Erfolg in der Vereinsgeschichte, so Hinderberger. Lob aus ganz Deutschland habe es für die Organisation der Endrunde gegeben.
In absehbarer Zeit seien keine neuen Baulichkeiten geplant, allerdings müsse bei solch einer großen Anlage immer etwas instandgehalten und saniert werden, so die sanitären Anlagen bei der Kegelbahn.
Im Bereich der Gaststätte habe es einige Verschleißerscheinungen gegeben, die durch eine neue Theke sowie neue Tische und Stühle der Vergangenheit angehörten. In diesem Zusammenhang dankte Hans-Jürgen Hinderberger der Brauerei für ihre Unterstützung.
Die Reklamationen beim neuen Hallenboden, die gerichtlich geltend gemacht werden mussten, seien ohne Kosten für den Verein erledigt worden.
Neben einem Integrationspreis durch den Landessportbund wurde der AV 03 2010 für seine Bemühungen im Bereich der Energieeffizienz ausgezeichnet. Auch die Internetseite sei überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht worden.
In seinem Kassenbericht konnte Manfred Kinscher eine weitgehend ausgeglichene Bilanz mit einen Volumen von etwa 300.000 Euro vorlegen.
Ehrenvorsitzender Friedel Hinderberger brachte den Mitgliedern in einer eindringlichen Rede klar, dass die Vereinsanlagen in Zukunft nicht mehr unterhalten werden könnten, Dies gehe derzeit nur, da die Stadt einen erblichen Zuschuss zu den Energiekosten gewähre. Sollte es aber im Rahmen des kommunalen Entschuldungsfonds dazu kommen, dass diese freiwilligen Leistungen gekürzt werden müssten, so bleibe eventuell nur der weg, die Baulichkeiten an die Stadt zu übereignen und sie, ähnlich die der Judosportverein bei der neuen Halle, weiter zu nutzen. Er setze sich aber dafür ein, dass die Sportzuschüsse durch die Kommunen weiter gewährt werden können.
Neben den Gewichthebern konnten auch die Boxer und die Ringer im Jugendbereich beachtliche Erfolge vermelden. Bei den Keglern fehle es an Nachwuchs, und das trotz der tollen, vereinseigenen Kegelbahn. Der Vorstand müsse einige Ideen entwickeln, das Sportkegeln aus seinem Tief herauszuführen, so der alte und neue Vorsitzende. (ks/Foto: Hild)
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