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1,2 Millionen Menschen an Demenz erkrankt - Ministerin Schröder fordert mehr freiwilliges Engagement zugunsten der Betroffenen
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INFODIENSTE | Gesundheitstips
Dienstag, den 27. September 2011 um 13:13 Uhr

Anlässlich des Welt-Alzheimertags am 21. September erklärte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, Demenzkranke seien Gefangene ihrer eigenen Wirklichkeit. Umso mehr brauchten sie unsere Zuwendung, unsere Wärme und unsere Aufmerksamkeit. Der Kampf gegen die Isolation Demenzkranker sei gelebte Nächstenliebe und müsse täglich, stündlich und minütlich neu gewonnen werden. Demenz koste jeden Angehörigen viel Kraft, Zeit und Geld. Jeder von uns könne Demenzkranken ein Stück Freude am Augenblick schenken, sei es im direkten Umgang oder durch die Entlastung von Angehörigen.



Das wichtigste Motto gegen die Einsamkeit und die Ängste Demenzkranker heiße: Schau hin und frage, was Du tun kannst, damit für einen Demenzkranken aus einer einsamen Zeit eine Handvoll schöner Momente werde, so die Familienministerin
Heute lebten bereits mehr als 1,2 Millionen Demenzkranke in Deutschland, bis 2050 könnte sich die Zahl auf 2,6 Millionen erhöhen, wenn kein Durchbruch bei Prävention oder Behandlung gelinge. Weltweit werde im Jahr 2050 mit 115 Millionen Demenzpatienten gerechnet.
Das Bundesfamilienministerium unterstütze die Arbeit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft und fördere Angebote, die den Umgang mit der Krankheit und ihren Folgen verbesserten. Mit dem Ziel pflegende Angehörige zu entlasten wurde die Familienpflegezeit erarbeitet, Aufklärung und Hilfestellung für Betroffene und Angehörige biete das Internetportal des Bundesfamilienministeriums www.wegweiser-demenz.de. Zudem habe das Bundesfamilienministerium die Strukturen für Freiwilligenarbeit und Ehrenamt deutlich verbessert, schreibt das Bundesministerium in seinem Maildienst.
Eine wichtige Rolle spiele darüber hinaus, dass Betroffene und ihre Angehörige weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilnähmen. Seit Juli 2009 bauten die Mehrgenerationenhäuser daher verstärkt Angebote für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen auf. Das Projekt "Demenz in Mehrgenerationenhäusern" werde durch das Bundesfamilienministerium gefördert und von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft begleitet. An zwanzig Mehrgenerationenhäusern würden gegenwärtig  Spielezimmer eingerichtet, in denen Jung und Alt spielend den Geist trainierten, gemeinsam Spaß hätten und lernten, einander zu verstehen. Die Initiative wird vom Verein "Mehr Zeit für Kinder" getragen und erfolgt in Kooperation mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft und dem Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen.
Mehr Informationen: www.wegweiser-demenz.de und www.bmfsfj.de.
Servicetelefon: 01801 90 70 50 montags bis donnerstags von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr (spa / Foto: wels) (ZNL / Bild Wels)

 

 

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