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HAßLOCH |
Haßloch Aktuell
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Montag, den 05. Dezember 2011 um 07:52 Uhr
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In einer Presseerklärung zeigen sich die UNABHÄNGIGE über die Äußerung des 1. Beigeordneten Lothar Lorch, dass eine Spielothek für eine Gemeinde ein Gewinn sei, "mehr als entsetzt". Einem Presseberichtz vom 26. Oktober zufolge habe Lorch geäußert, dass die Gemeinde bei der Ansiedlung einer weiteren Spielothek im Gewerbegebiet „Nördlich des Bahndamms“ keine Einwände gehabt habe. Als Gründe gab Lorch an, dass der Bedarf an Unternehmen dieser Art gestiegen sei und nannte wirtschaftliche Gesichtspunkte für die Entscheidung der Gemeinde.
Die UNABHÄNGIGEN fragen sich nun, wird Haßloch bald Anziehungspunkt für Spielsüchtige werden?. In den zurückliegenden Jahren sei es der Gemeinde immer gelungen, solche Ansiedlungen von Haßloch fernzuhalten, monierte die politische Gruppierung. Spielotheken mir 48 Automaten könnten bald zum El Dorado für heranwachsende Jungendliche werden, die man quasi zur Spielsucht verleite. Jahrelang habe die Gemeinde gemeinsam mit der Haßlocher Polizei hervorragende Präventionsarbeit geleistet und auf die Gefahren an „Runden Tischen“ hingewiesen. Seit einiger Zeit sei in Haßloch zu bemängeln, dass man durch Ansiedlungen von Spielotheken den Menschen Tür und Tor öffne und die Spielsucht damit fördere.
Die Argumentation von Lorch, acht neue Arbeitsplätze zu schaffen, verstehen die UNABHÄNGIGEN nicht. Dies stünde auch in keinem Verhältnis mit den Gefahren, die sich dort entwickelten. Auch sollte Gewinnbringung und Vergnügungssteuer für eine Gemeinde in diesem Fall keine Rolle spielen, wenn man die Glückspielsucht damit in einem Ort vorantreibe. Denn die Auswirkungen der gesellschaftlichen Probleme, die eine Gemeinde hier für die Zukunft auf sich nimmt, seien jetzt schon programmiert. „Unverständlich ist für die UNABHÄNGIGEN, dass ein Bürgermeister als Sozialdezernent hier nicht sein Veto eingelegt hat und einfach alles laufen lässt“.
Die Äußerung des 1. Beigeordneten Lothar Lorch, dass es ja Fach- und Beratungsstellen durch das Landesprogramm Rheinland-Pfalz für Glücksspielprävention und Spielsüchtige gebe, sei nicht nachvollziehbar.
Dass es auch anders gehe habe die Stadt Ludwigshafen kürzlich bewiesen. Diese haben nämlich einem Betreiber die Ansiedlung einer solchen Spielothek im Gewerbegebiet versagt. Als dieser dann vor dem Verwaltungsgericht in Neustadt dagegen geklagt habe, hätten die Neustadter Richter der Stadt Ludwigshafen Recht gegeben. „Dies war eine richtige Entscheidung“, meinen die UNABHÄNGIGEN. (spa)
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