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SPORT |
Judo
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Mittwoch, den 11. Januar 2012 um 11:19 Uhr
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Der Topathletin gehe es „gut“, so lautete die Antwort der Speyerin auf Anfrage ihres Heimatvereins, dem Judosportverein Speyer. Das neue Jahr begann für den B-Kader mit einem Lehrgang im Kreis des Nationalkaders in Kienbaum (Berlin). Das „gut gehen“ ist nach Aussage von JSV-Vorsitzendem Heiner Sprau auch durch einen erfolgreichen Prüfungsabschluss im Dezember bestimmt: Nach viereinhalbjährigem Studium an der Sporthochschule der Polizei in Wiesbaden hat die Domstädterin ihre Diplomprüfung zur Polizeikommissarin im Dezember absolviert. Sprau: „Barbara ist unsere erste Spitzenathletin, die das JSV-System Beruf – Gesundheit – Sport durchlaufen hat. Dem Innenministerium und dem Landessportbund Rheinland-Pfalz gilt es hier zu sagen für die fürsorgliche Betreuung der Athletin Dank zu sagen.“ Barbara Bandel wurde in den vergangenen Jahren von dem hessischen Landestrainer Andreas Esper trainiert.
„Das wird auch so bleiben“, sagt der JSV-Vorsitzende, „Sie wird ihren Dienst in Mainz bei der Bereitschaftspolizei aufnehmen, und Andreas Esper ist der optimale Trainer. Im neuen Judo-Sportzentrum werden wir die Zusammenarbeit mit der Leitungsgruppe von Andreas intensivieren.“ So steht für den Februar ein erster Besuch des Hessen im Judo-Sportzentrum an.
„Wir freuen uns mit Barbara, dass ihr Leistungsvermögen im stetigen Steigflug ist.“ Insbesondere, nachdem die Saison 2009/10 für Barbara verletzungsbedingt nicht gut lief . Die Athletin musste die Europameisterschaft absagen, zu der Bundestrainer Bazynski die damalige Polizeischülerin nominiert hatte. Das Jahr 2010 war für die Europameisterschaftsdritte (Paris 2008) voller Rückschläge. Doch die Athletin kämpfte sich in die Erfolgsspur zurück: Im Team mit Trainer Esper und der JSV-Gesundheits- und Mentaltrainerin Jasmin Godon, konnte die Sportlerin ab Ende Januar 2011 wieder nahezu schmerzfrei trainieren und zeigte sich mit problemlosen -70 kg auf der Matte beweglich, technisch versiert und konzentriert. Bazynski bot der Athletin Kadernähe an, allerdings als Nichtkadermitglied zum Selbstkostenpreis.
Dann folgte der Coup: gecoacht vom Bundestrainer holte Barbara den Worldcup in Barcelona und später den Europacup in Celçe. „Der JSV ist für die Flug- und Übernachtungskosten gerne aufgekommen. Mein Dank gilt dem Bundestrainer, dass er Barbara nicht fallen ließ“, so Heiner Sprau. Im Sommer brach der Jubel endgültig im „Team Barbara“ und im JSV aus: Bundestrainer Bazynski berief Barbara wieder in den Nationalkader als B-Kader-Athletin zum Lohn für eine mentale Hochleistung. Nun wird Barbara im Rahmen eines Neujahrsempfangs eine besondere Ehrung durch Minister Kurt Beck erfahren. Zurzeit besucht die Athletin, die mit dem JSV-Team in der Ersten Bundesliga die Vize-Meisterschaft erkämpfte, ein hochkarätiges Trainingscamp in Mittersill (Österreich) gemeinsam mit Maximilian Hook (66kg), der als D/C-Kaderathlet U 20 von Bundestrainer Richard Trauthmann eingeladen wurde. (spa/Foto:privat)
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