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Lesermeinung: 'Resolute Preispolitik' bei Brezelfest - Alle sollten sich Volksfestbesuch leisten können
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LESERMEINUNGEN | LESERBRIEFE
Donnerstag, den 15. Juli 2010 um 17:22 Uhr

Mike Oehlmann aus Speyer macht sich so seine Gedanken, wie die Brezelfestmeile belebt werden könnte: "Hierzu möchte ich als erstes allen Organisatoren und Mitwirkenden des größten Volksfestes am Oberrhein, dem Brezelfest, ganz herzlich gratulieren und meinen uneingeschränkten Respekt für das Engagement zollen, welche einmal wieder ein hervorragendes Fest auf die Beine gestellt haben, auch wenn uns mal nicht die „Regenmacher“ sondern der „Sonnengott“ kräftig eingeheizt haben.

Hierzu möchte ich auch mal meinen ganz eigenen Gedanken einbringen, welcher bei einem gemeinsamen Gespräch in gemütlicher und heiterer Runde in einem Brezelfestbiergarten mit Schaustellern und einem Stadtoberen zu reifen begann. Wie sollte das Gespräch auch anders sein…
Es ging darum, mehr Menschen auf die Festmeile zu locken, da man mit dem diesjährigen, bis dto. erzielten Ergebnis leider nicht zufrieden war. Nun kann ich aus eigener Erfahrung aus vielen Gesprächen mit Speyerer Menschen vor Festbeginn sprechen, mit welchen man sich vor einigen Tagen in lockerer Runde auf dem baldig stattfindenden Fest treffen wollte, eine Einladung jedoch nicht angenommen wurde, da sich viele über, deren Ansicht, die „saftigen Preise“, gemeint war vornehmlich der Gerstensaft und das übrige leibliche Wohl, negativ ausgelassen haben und schlicht und ergreifend kein Budget mehr für einen Besuch des Brezelfestes aufbringen konnten und wollten. Nun nahm ich meine Erfahrung dieser Gespräche zum Anlass, dieses Thema einmal, wo auch sonst, auf dem Feste aufzugreifen, wo mir auch durch einen Betroffenen schon plausibel erläutert wurde, die Preise seien nicht oder nur geringfügig teurer, als in den bekannten Cafes, Restaurants oder Weinstuben in und um die Via Triumphalis! Selbstverständlich seien auch die Kosten eines Schaustellers, auf die kurze Zeit des Festes gesehen, höher zu bewerten als bei einer fest ansässigen Gastronomie.
 Diese Erläuterung unterschreibe ich auch gerne. Nur: Ein Volksfest sollte von allen besucht werden können und ein Gast, der regelmäßig mehrmals in der Woche eine Gaststätte in der Speyerer Innenstadt besucht, wird wohl kein Problem mit den Preisen eines Besuches auf dem Brezelfest haben.
Ein Volksfest soll ja aber auch jene ansprechen und zur Teilhabe motivieren, welche aus verschiedenen Gründen nicht sehr oft am innerstädtischen sozialen Stammtischleben teilhaben können und einmal im Jahr mit Sicherheit dieses Ereignis miterleben wollten, wenn da nicht, wie vorgenannt beschrieben, eine resolute Preispolitik vorherschen würde. Nun zum Abschluss. Der Stadtobere, welcher mir gegenüber saß, äußerte sich nur mager, erzählte aber voller Stolz wie toll es doch auf der Ehrentribüne während des Umzuges mit kalten Getränken und schattigem Plätzchen war ! Ich glaube, die Getränke, wie auch das leibliche Wohl auf dem Fest, waren überwiegend für diesen kostenfrei… !!!
Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist. Günstiger Preis und hohe Abnahme können auch unter dem Strich eine schwarze Zahl hervorrufen. Trotz allem, freue ich mich auch noch die nächsten 100 Jahre jedes Jahr neu, auf dieses einzigartige Fest."