|
LESERMEINUNGEN |
LESERBRIEFE
|
|
Donnerstag, den 19. August 2010 um 06:26 Uhr
|
Zum Thema "Tempo 70 auf der B 9" schreibt Dieter Zissner, Sprecher der Bürgerinitative gegen Verkehrslärm folgenden Leserbrief: "Es ist verwunderlich, dass eine in Ludwigshafen erscheinende Zeitung das Thema endlich aufgreift, da in der Vergangenenheit Leserbriefe und Infos nicht veröffentlicht oder gekürzt und aus dem Zusammenhang gerissen wurden. Für die jetzige Berichterstattung insbesondere für den treffenden Kommentar möchten wir uns bedanken.
Wieso eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 km/h aus Lärmschutzgründen nicht vorgenommen wird, ist nicht nachvollziehbar. Wie der Kommentator richtig schreibt herrschen in Rhld.-Pfalz wohl andere Verkehrsvorschriften wie z. B. in Baden -Württemberg.
Dass im Fall des B 9 Abschnittes in Ludwigshafen Frankenthal vom Verwaltungsgericht Neustadt/W., teilweise die Geschwindigkeitsreduzierung aufgehoben wurde, dürfte doch kein Grund sein an der B 9 in Speyer eine diesbezügliche Regelung vorzunehmen. An der B 9 Richtung Frankenthal wohnt niemand, während in Speyer hunderte Anlieger durch den täglich stärker werdenden Lärm krank gemacht werden.
Nun zu der Verzögerung durch die Stadtverwaltung Speyer: Hier ist anzuführen, dass die BI jederzeit von allen Fraktionen und dem Herrn Oberbürgermeister, sowie dem neuen OB Eger immer unterstützt wurden.
Dass die vom Verkehrsministerium als Pilotprojekt vorgeschlagene Notlösung nicht befriedigend ist, versteht sich von selbst. Der Notbehelf, Unfallschwerpunkte zu ermitteln, wurde von Staatssekretär Schweitzer herangezogen, weil vermutlich die in Rld.-Pfalz sehr stark vertretende Transport und Logistiglobby keine andere Lösung zulassen wollte. Wir werden mit Sicherheit weiter für Lärmschutz und Geschwindigkeitsbegrenzung wegen Lärm kämpfen.
Das hier aus Parteienproporz für den Wahlkampf von Dr. Winterle geworben wurde, glauben wir nicht, da wir am gleichen Tag den SWR hier hatten um den Lärm nochmals zu dokumentieren.
Schlussendlich sei zu dem Lärmschutz gesagt, dass die Stadtverwaltung auch wenn die Tempo 70 Zone für ein Jahr vorgenommen wird und eventuell die Maut eingeführt wird, sie nicht aus der Verpflichtung um Erstellung eines Lärmschutzes an dem für sie zuständigem Teil in Speyer Nord entlastet wird. Die Bürger in Speyer Nord sind keine Bürger zweiter Klasse.
Von der Stadtverwaltung wurden schon so viele Millionen - auch unnötige - ausgegeben, dass endlich auch die Bürger ihr Recht auf Lärmschutz bekommen müssen."
Anmerkung der Redaktion: Die in Leserbriefen geäußerten Meinungen decken sich nicht unbedingt mit denen der Redaktion.
|