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Friedhelm Schneider leitet Menschenrechtsorganisation - Europäisches Büro für Kriegsdienstverweigerung wählt Speyerer Pfarrer zum Vorsitzenden
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LEBEN | MENSCHEN
Donnerstag, den 15. Dezember 2011 um 12:08 Uhr
Das Europäische Büro für Kriegsdienstverweigerung (EBCO) hat Pfarrer Friedhelm Schneider, Speyer, auf seiner Mitgliederversammlung in St. Petersburg einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Die von den europäischen Institutionen anerkannte Nichtregierungsorganisation setzt sich europaweit für die freiheitliche Ausgestaltung des Menschenrechts auf Kriegsdienstverweigerung ein. Im Vorstand der Menschenrechtsorganisation vertritt der Leiter der Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der pfälzischen Landeskirche die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK). Zugleich nimmt Schneider die Kontakte zum Europarat wahr.

 

 

Nach Schneiders Worten bleiben trotz Aussetzung der Wehrpflicht in der Mehrzahl der europäischen Staaten zahlreiche Probleme für Kriegsdienstverweigerer bestehen. So sei die Inanspruchnahme des Rechts auf Kriegsdienstverweigerung häufig auf Friedenszeiten beschränkt. Besonders Soldaten, die ihre Entscheidung für den Militärdienst revidierten, seien immer wieder massiven Repressionen ausgesetzt.
Dem Europäischen Büro für Kriegsdienstverweigerung gehören Mitgliedsverbände aus 20 Ländern an. In seiner neuen Funktion als EBCO-Präsident appellierte Schneider an die türkische Regierung, sich der vom Europäischen Menschenrechtsgerichtshof angemahnten Einführung eines Zivildienstes ohne Strafcharakter nicht länger zu widersetzen. Zugleich begrüßte er, dass auf der diesjährigen Friedenskonvokation des Weltkirchenrates in Jamaika das Eintreten für Friedenserziehung und den Schutz von Kriegsdienstverweigerern auch von orthodoxen Kirchenvertretern mitgetragen wurde.
Hinweis: Weitere Informationen im Internet unter www.eak-online.de und www.frieden-umwelt-pfalz.de. (spa/Foto:privat)