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Malteser Speyer: 'Hilfe muss selbstverständlich werden' - Heute 'Internationaler Tag des älteren Menschen'
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GESELLSCHAFT UND KIRCHE | Seniorenmagazin
Freitag, den 01. Oktober 2010 um 05:20 Uhr
Die Malteser aus Speyer machen zum „Internationalen Tag des älteren Menschen“ am 1. Oktober auf die Herausforderungen in der Betreuung und Pflege aufmerksam, die in den kommenden Jahren auf die Gesellschaft zukommen. „Ältere Menschen werden immer seltener von Familienangehörigen unterstützt werden können“, sagt Robert Austerschmidt, Dienststellenleiter bei den Maltesern Speyer.

 „Es muss selbstverständlich werden, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Leider scheuen sich viele Senioren, den Menüservice, den Fahrdienst oder den Hausnotruf zu bestellen oder den ehrenamtlichen Besuchs-dienst anzurufen“, weiß Austerschmidt aus seiner Arbeit.
Bisher pflegen und unterstützen oftmals Verwandte, vor allem Töchter und Schwiegertöchter, ihre älte-ren Familienmitgliedern. Durch die berufliche Mobilität sowie die steigende Erwerbsquote von Frauen ist dies immer seltener möglich. Während 1996 mehr als jedes zweite Elternpaar (55 Prozent) in der Nachbarschaft mindestens eines der Kinder lebte, ist der Anteil 2008 auf 45 Prozent gesunken. Zu die-sen Ergebnissen ist der „Deutsche Alterssurvey“ gekommen, der Anfang September von der Bundesfa-milienministerin Kristina Schröder vorgestellt wurde. „Für die Kinder ist es sehr belastend, wenn sie nicht mal eben zu den Eltern fahren können, um nach dem Rechten zu sehen“, berichtet Austerschmidt und ergänzt: „Die Angehörigen leben mit der ständigen Sorge, dass sie nicht da sind, wenn etwas passiert.“
Hilfsmittel, wie den Menüservice, den Fahrdienst oder den Hausnotruf, nehmen die meisten aber erst in Anspruch, wenn etwas vorgefallen ist. „Wenn die Mutter gestürzt ist und Stunden auf dem Boden gele-gen hat, weil sie nicht alleine aufstehen konnte. Oder wenn dem Vater die wichtigen Herztabletten hin-ter die Kommode gefallen sind und die Tochter 300 Kilometer fahren muss, um sie hervorzuholen“, nennt Austerschmidt zwei Beispiele. Er glaubt, dass diese Zurückhaltung an mangelndem Wissen liegt: „Viele Senioren denken, dass sie den Hausnotruf erst benötigen, wenn sie gar nicht mehr alleine kön-nen. Aber eine Brille setzt Sie auch nicht erst auf, wenn Sie blind ist“, erklärt Austerschmidt. Genau so wie die Brille zu einer höheren Lebensqualität beitrage, tue es der Hausnotruf. „Er verleiht seinem Trä-ger, aber auch den Angehörigen, ein beruhigendes Gefühl von Sicherheit.“
Die Malteser Speyer unterstützen Senioren in ihrem Alltag mit dem Haunotruf, dem Fahrdienst sowie dem Menüservice. Darüber leisten ehrenamtliche Helfer im Besuchs- und Begleitungsdienst Menschen, die alleine sind, Gesellschaft. Informationen zu den Malteser Diensten erteilt Robert Austerschmidt von den Maltesern, Telefon 06232/6004-40 oder per Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. . (spa/Foto: spa)