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Die Schöpfung bewahren: Stiftung für Ökologie und Demokratie will mit Volldampf erneuerbare Energien forcieren - Weltweit stehen Zeichen auf Sturm
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SPEYER | Speyer heute
Montag, den 30. Januar 2012 um 17:38 Uhr
Besorgt über das Säbelrasseln zwischen dem Iran und den USA im Persischen Golf zeigte sich Hans-Joachim Ritter, Vorsitzender der Stiftung für Ökologie und Demokratie beim Neujahrsempfang im Jubiläumsjahr, die Stiftung wird 20 Jahre alt. Ritter erinnerte an die Anfänge in seiner Zeit als Bundesvorsitzender der Ökologisch Demokratischen Partei (ÖDP). Ihm sei klar geworden, dass es nicht genüge, immer nur die Probleme aufzuzeigen sondern dass es notwendig sei, etwas dagegen zu tun. Weltweit stünden die Zeichen immer noch auf Sturm.

Das abgelaufene Jahr sei für die erneuerbaren Energien der endgültige Durchbruch in Deutschland gewesen, denn nach der Kernschmelze bei Atomreaktoren in Japan sei auch die Bundesregierung unter dem Druck der Bevölkerung wieder zum Ausstiegskurs von Rot-Grün zurückgekehrt: "Wir müssen uns mit Volldampf auf den Ausbau der erneuerbaren Energien und auf Energieeffizienz konzentrieren", forderte Ritter auf. Die Solarenergie boome wie noch nie und habe mit 18 Milliarden Kilowattstunden ein Niveau erreich das ausreiche, 5,1 Millionen Haushalte mit Energie zu versorgen. Es werde dadurch auch der Verlagerung der Finanzkraft der EU-Staaten in die Öl-Erzeugerländer entgegengewirkt, eine der Ursachen für die Schuldenkrise.
Ritter zeigte sich verwundert über die Pläne von Bundeswirtschaftsminister Rösler (FDP), der die Einspeisevergütungen für erneuerbare Energien beschneiden will.
Der Stiftungsvorsitzende wies mit Nachdruck darauf hin, dass Umweltschutz kein Arbeitsplatzkiller sondern ein Arbeitsplatzknüller sei, vor allem im Bereich des mittelständischen Gewerbes viele Arbeitsplätze geschaffen habe.
In einem von Ritter verlesenen Grußwort der an diesem Abend zwar angekündigten, aber verhinderten Ökologia Claudia Kemfert äußerte diese die Auffassung, dass Kohlekraftwerke keine Alternative zu den Atomkraftwerken seien. Akzeptabel seien nach Kempferts Meinung für eine Übergangszeit neue Gaskraftwerke. Auch sie forderte, alle Kraft in den Ausbau der erneuerbaren Energien zu stecken, denn davon profitiere auch die deutsche Wirtschaft.
Für den Gastgeber, die Kreis- und Stadtsparkasse Speyer, gab Vorstandsmitglied Steffen Reinemund einen kurzen Abriss über die Hintergründe der internationalen Finanz- und Schuldenkrise. Man dürfe die Probleme zwar nicht kleinreden, aber er äußerte auch die Zuversicht, dass sie lösbar seien. Europa könne sich nicht gegen die Welt abschotten, müsse aus Fehlern der Vergangenheit lernen. Er hielt den Zeitpunkt für gekommen, die europäische Einigung auszubauen. (ks/Foto: ks)
 Info: www.stiftung-oekologie-u-demokratie.de

 

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