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Speyer heute
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Montag, den 30. Januar 2012 um 17:52 Uhr
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Die Stadtratsfraktion der Grünen will in der nächsten Stadtratssitzung einen Antrag behandeln lassen, in dem sie eine Prioritätenliste zur Sanierung städtischer Gebäude verlangt. Nachstehend der Antrag im Wortlaus: "Die Verwaltung erarbeitet in Zusammenarbeit mit der TDG eine Prioritätenliste zur Sanierung städtischer Gebäude entsprechend des Integrierten Klimaschutzkonzeps und Energiegutachtens des Ingenieurbüros Lorenzen. Die Prioritätenliste soll dem Ausschuss für Umwelt und Verkehr vorgelegt werden.
Die Verwaltung beantragt bei der KfW die Förderung der Sanierungsmaßnahmen aus dem Programm „Energieeffizient sanieren – Kommunen“.
Begründung:
Zahlreiche städtischen Gebäude sind sanierungsbedürftig. In den meisten Fällen sind Fenster und Türen „wärmedurchlässig“ sowie die Heizanlagen ineffizient. Einfachverglasung bei Fenstern und Türen müsste durch Doppel- oder Dreifachverglasung ersetzt und zusätzlich mit wärmeeffizientem Glas ausgestattet werden. In den meisten Fällen ist das ohne Austausch der Fensterrahmen möglich.
Vielfach sind direkt unterhalb der einfach verglasten Fenster Heizkörper installiert, so dass die Wärme direkt nach außen entweichen kann. Die Heizkörper selbst haben keine Thermostatventile.
Schon im Lorenzen-Gutachten, das von der Verwaltung in Auftrag gegeben und in 1998 erarbeitet wurde, wurden die kommunalen Gebäude auf ihren Ist-Zustand beschrieben und konkrete Wärme- und Stromeinsparmaßnahmen unterbreitet. Aufgrund dieses Gutachtens ist eine Prioritätenliste relativ einfach zu erstellen.
In 2010 beschloss der Rat das „Integrierte Klimaschutzkonzept“. Auch darin wurde festgestellt, dass in vielen städtischen Gebäuden effizienter mit Energie umgegangen werden muss, um die CO2-Bilanz der Stadt zu verbessern. Um dem Versprechen Taten folgen zu lassen, müssen seitens der Stadt konkrete Maßnahmen erfolgen. Die Stadt sollte damit für private Haushalte und Geschäftsgebäude mit gutem Beispiel vorangehen.
In diesem Jahr sollen Einsparvorschläge zum Kommunalen Entschuldungsfonds, KEF dem Land unterbreitet werden. Die Sanierungsmaßnahmen sind zusätzliche Ausgaben. Werden aber zinsgünstige Kredite von 0,2% bzw. 0,25% beantragt und die enorme Einsparung der Energiekosten sowie die Tilgung der Kredite erst nach Ablauf des dritten Jahres erfolgen, wie in dem KfW-Programm erklärt, können die Sanierungsmaßnahmen kostenneutral durchgeführt werden.
Wir Grünen freuen uns über eine breite politische Unterstützung dieses Antrags."
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