Der neue Stadtentwickler kommt aus Ludwigshafen. Mit Bernd Reif gewinnt Speyer einen erfahrenen Experten, der am 01. Mai seine Stelle als Leiter des Fachbereichs V, Abteilung Stadtentwicklung antritt, in der die Sachgebiete Planung ( Bereiche: - Landschafts-/Flächennutzungs-/Bebauungsplanung - Denkmalschutz/-pflege) sowie Entwicklung ( Bereiche: - Wirtschaftsförderung - Soziale Stadt - Sozialplanung) zusammengefasst sind. Daneben wurde die Stabsstelle "Wirtschaftsförderung" in die neue Abteilung Stadtentwicklung eingegliedert. Am Dienstagmorgen stellte Oberbürgermeister Eger den künftigen Fachbereichsleiter der lokalen Presse vor.
Der studierte Raum -und Umweltplaner, der in Neustadt geboren ist, lebt mit seiner Familie seit über zehn Jahren in Deidesheim und stand lange Jahre in Diensten der Stadtverwaltung Ludwigshafen. Zuletzt arbeitete der 45-jährige für den Dienstleister Wirtschafts-Entwicklungs-Gesellschaft W.E.G. Ludwigshafen, der in der Chemiestadt für die kommunale Wirtschaftsförderung zuständig ist. Reif, dessen Aufgabenbereich unter anderem den Stadtumbau der City, Projektkoordination, dazu Beratung umfasste, war federführend im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung bei diversen Projekten der Stadtentwicklung. Beispielsweise beim Bau des neuen Stadtquartiers am Zollhofhafen mit dem Einkaufszentrum "Rheingalerie", dem
Entwicklungskonzept Innenstadt sowie der Verbindung Berliner Platz zur Rheinpromenade an der neuen Kaimauer. Für Oberbürgermeister Eger ist die Wahl Reifs in jeder Hinsicht ein Gewinn, denn der neue Mann, mit dem Speyer "einen guten Griff getan habe", sei, wie er im Gespräch betonte, nicht nur in der Regionalplanung der Metropolregion Rhein-Neckar bewandert, sondern habe sich zudem auch bei Projekten europäischen Zuschnittes profilieren können. Organisatorisch gebe es für die Übergangsphase bis zum Amtsantritt eine Übereinkunft zwischen der Stadt Speyer und dem bisherigen Arbeitgeber. Damit sei ein langsamer,aber stetiger Einstieg des neue Fachbereichsleiter Ende März, Anfang April gewährleistet. Dies betreffe auch bereits das gemeinsame Wahrnehmen von Terminen innerhalb dieser Zeitspanne. Eger setzt mit dem Umorganisieren der Verwaltung auf ein stärkeres Vernetzen, will heißen, eine Integration von Wirtschaftsentwicklung mit stadtplanerischen Ansätzen. Dies sei in Ludwigshafen schon umgesetzt worden. Er erwarte für die Zukunft, auf den bisherigen Erfahrungen aufbauend, einen spannenden Prozess mit kreativen Ideen. "Wir haben einen guten Zeitpunkt gewählt, die Verwaltung zu stärken und den richtigen Mann dazu gefunden." Eger nannte die Weiterführung des Stadtleitbildes gemeinsam mit den Bürgern, das Tourismus- und Klimaschutzkonzept, die weitere Stadtentwicklung im Verbund mit dem Fördern von Kultur- und Wirtschaft, dazu den Verkehrsentwicklungsplan sowie das Steigern der Effektivität und Finanzierungsfragen als zentrale Themen. Dafür gelte es, günstige Rahmenbedingungen mit Bund und Land zu schaffen.
Auch Reif freut sich auf die neue Aufgabe: Den Umgang der Themen und die zentralen Fragen erfordere vor allem Transparenz und Offenheit. Dies schließe detaillierte Informationen der Bürgerschaft mit ein. Anlass zu seiner Bewerbung nach Speyer seien sowohl die persönliche Entwicklung als auch das Umsetzen neuer, kreativer Ideen in einer kleineren Kommune ausschlaggebend gewesen. Einige der Kollegen in der Domstadt habe er über fachbezogene Zusammenarbeit in früheren Zeiten kennengelernt. Vor seinem Dienstantritt habe er sich eingehend über die Stadt und ihre Strukturen informiert und das Geschehen auch über Internet und Facebook aufmerksam verfolgt. Reif, der in seiner Freizeit abgesehen von Musikveranstaltungen und Konzertbesuchen gerne joggt, mit der Familie Radtouren unternimmt sowie mit Vorliebe nach einem guten Buch greift, wird künftig mit mehr als nur einem offenen Blick und Ohr am Geschehen Speyers teilnehmen. (da/Foto:da)
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