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Zwei Tote bei Wohnhausbrand in Bellhein Opfer eines Gewaltverbrechens - Brandbeschleuniger nachgewiesen - Polizei bittet um Mithilfe
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VORDERPFALZ | VORDERPFALZ-RUNDBLICK
Montag, den 31. Januar 2011 um 21:55 Uhr

Die Polizei geht nach der Obduktion der beiden bei einem Wohnhausbrand am vergangenen Dienstag in Bellheim gefundenen Leichen in der Rechtsmedizin in Mainz von einem Gewaltverbrechen aus. Bei den Toten handelt es sich um den 73-jährigen Hausbesitzer und mit hoher Wahrscheinlichkeit um seine 69-jährige Ehefrau. Die Identität muss noch überprüft werden. Todesursächlich war bei beiden das Einatmen von Brandgasen (Kohlenmonoxidintoxikation).

Bei der Obduktion wurden zwar keine konkreten Spuren sonstiger Gewalteinwirkung gefunden, aber beim Umschichten des Brandschuttes im Schlafzimmer wurde durch Kriminalbeamte des  Erkennungsdienstes der Kriminalinspektion Ludwigshafen Brandbeschleunigergeruch wahrgenommen. Die sichergestellten Brandschuttproben wurden am Wochenende von Spezialisten des Landeskriminalamtes ausgewertet.
Es konnten zweifelsfrei Anteile von Benzin, das zur Brandbeschleunigung gedient haben dürfte, nachgewiesen werden.
Auch bei dem im Schlafzimmer aufgefundenen toten Hund waren eingeatmete Rauchgase todesursächlich.
Weitere Anhaltspunkte für ein Gewaltverbrechen sind unter anderemAufbruchspuren im Eingangsbereich der Tür. Die Spuren werden durch Spezialisten des Landeskriminalamtes in Mainz auf ihre Entstehungszeit überprüft und ob diese in einem zeitlichen Zusammenhang mit dem Brand bzw. den Tötungsdelikten stehen.
Bei Erhebung des Leichenbefundes im Brandhaus wurde durch eine Rechtsmedizinerin festgestellt, dass die 69-jährige Hausbewohnerin gefesselt worden war.
Der Hauptbrandort dürfte sich im Schlafzimmer im ersten Obergeschoss des Hauses befunden haben. Hier wurde auch die bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Frauenleiche entdeckt.
Zur Aufklärung des Sachverhaltes wurde eine 22-köpfige Sonderkommission beim Polizeipräsidium Rheinpfalz in Ludwigshafen eingerichtet.
Die Ermittlungsbehörden wenden sich auch mit der Bitte um Mithilfe an die Bevölkerung:
Wer in diesem Zusammenhang verdächtige Wahrnehmungen gemacht hat oder sachdienliche Hinweise auf den oder die Täter geben kann, wird gebeten, sich mit der Zentralen Kriminalinspektion, Tel. 0621 963-1163, der Staatsanwaltschaft in Landau während der üblichen Dienstzeiten von 9 Uhr bis 12 Uhr und von 14 Uhr bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 06341-22510, der Polizeidirektion in Landau, Tel. 06341 287-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Hinweise sind auch über das vertrauliche Telefon mit der Rufnummer 0621 - 56 44 00 möglich. (spa/Fotos: Polizei)