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Turnen: Spitzensport auf Bundesebene - TSG Haßloch bei Frauen einziger pfälzischer Verein
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SPORT | Turnen
Montag, den 14. November 2011 um 07:02 Uhr
Die TSG Haßloch mit ihren Turnerinnen ist der einzige Verein im Pfälzer Turnerbund, der noch im Spitzensportbereich auf Bundesebene startet. Beim Turntalent-Pokal des DTB in Hannover belegten die Mädchen Celine Sold, Elena Merk, Alina Gidt und Lina Rimmer den 14. Rang mit 198,20 Punkten. Insgesamt gibt es in Deutschland ca. 50 Turntalentschulen bei den Mädchen. Der Wettkampf besteht aus vier schwierigen Pflichtübungen (P8) an den vier Geräten Sprung, Stufenbarren, Schwebebalken und Boden plus 2 Technischen Normen und einer Athletischen Norm in der Altersklasse AK 9, also für die Neunjährigen.

Dadurch dass die TSG Haßloch zwei Achtjährige zur Mannschaftsbildung einsetzen musste, war dies ein Nachteil gegenüber anderen Mannschaften, die aus ihrem Landesturnverband noch die nächstbeste neunjährige Turnerin sich auswählen durften. Unter diesen Bedingungen haben sich die Mädchen der TSG achtbar geschlagen. In der Einzelwertung belegte Celine Sold einen hervorragenden 20. Platz mit 71,60 Punkten unter 56 Starterinnen. Der Sprung mit 15,80 Punkten und der Boden mit 15,70 Punkten waren ihre Stärken (von 18,00 Punkten Ausgangswert). Zweitbeste Haßlocherin (8 Jahre alt) war Alina Gidt mit dem 41. Platz und 65,50 Punkten, die im nächsten Jahr als Neunjährige dann ein Sprung nach vorne machen kann.
Beim Kaderturn-Cup vertrat Amelie Föllinger die Haßlocher Farben. Als jüngster Jahrgang mit 11 Jahren -gegenüber den Ältesten mit 15 Jahren- belegte sie einen hervorragenden 13. Rang mit 42,30 Punkten im Olympischen Vierkampf. Unter den 11-Jährigen war dies der 6. Platz auf Bundesebene.
Das Programm von Amelie war sehr schwierig, sodass auch der eine oder andere Fehler sich aufgrund von Übermotivation einschlich. Angefangen am Sprung, wo sie einen Yurtchenkosprung gebückt (Radwende auf das Brett, Flick-Flack auf den Tisch gefolgt von Salto rückwärts gebückt mit einem hohen Schwierigkeitsgrad von 4,5 P. zeigte. Dieser war hoch und sehr gelungen. Am Boden präsentierte sie ihre neue Bodenübung mit Doppelsalto gebückt, Salto rückwärts gestreckt mit doppelter Drehung und einer schwierigen Kombibahn mit 2 Temposalti und einem Strecksalto mit 1/1 Drehung hintereinander. Leider musste sie nach dem Doppelsalto einen Sitz in Kauf nehmen. Mit einem international guten Ausgangswert von 4,5 P. bei der Jugend und am Schwebebalken mit 4,4 Punkten lässt Hoffnung aufkommen. Flick-Flack gefolgt vom Spreizsalto, Salto rückwärts gehockt, freies Rad, Salto seitwärts und vielen schwierigen Sprüngen sowie gymnastischen Elementen mit nur einem Absteiger war die Übung super. Lediglich am Stufenbarren blieb der Ausgangswert bei 2,9 Punkten, obwohl Flugteile, Riesenfelgen mit und ohne Drehungen, Kammriesenfelgen und einem Doppelsalto rückwärts gebückt schon auf die Schwierigkeit hinweisen.
Wir hoffen nun wieder, dass aufgrund ihrer Leistungen im Wettkampf und bei den Athletischen und Technischen Normen der Verbleib im D/C-Kader gewährleistet ist. (spa/Foto: Privat)