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VORDERPFALZ |
Uebersicht Vorderpfalz
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Montag, den 07. November 2011 um 19:40 Uhr
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Von Dr. Manfred Posch
Mehr als 25 Mitglieder folgten dem Ski-Club-Angebot einer herbstliche Wanderung im Südpfälzer Wald mit dem Führer Heinz Gelder vom Parkplatz Drei Buchen aus durch den herbstlich bunten Wald ins Eußerthal. Bei freundlichem Wetter und moderatem Anstieg ging's auf bequemen Wanderwegen zunächst zur Bürstenbinder-Stadt Ramberg im Naturpark Pfälzerwald. Über die Entwicklung des Bürstenbinder-Handwerks informiert dort eine Ausstellung im Heimatmuseum der Stadt. Vor dem Museum steht die Bürstenbinderstatue mit Besen und Bürsten über der Schulter, so wie früher die Bürstenbinder über Land gingen und ihre Produkte bis weit weg vom Heimatort verkauften.
Zur Mittagspause wurde die Ramburg-Schenke aufgesucht und bei zünftiger Hüttenkost und einem ordentlichen Schluck Pfälzer Wein die Erinnerungen und Geschichten ausgetauscht. So schrieb Liselotte von der Pfalz einst in einem Brief: "Scheltet nicht der Bürstenbinder ob des kollosalen Durst, denkt doch, ihr lieben Kinder, an den Staub in Haar und Borst". Aufgewärmt wurde auch wieder die Legende vom bösen Ritter Einaug von Scharfeneck, der seinen Diener überredete, seinen Nachbarn, Ritter von Ramberg, zu töten, damit er seine Gemahlin heiraten könnte. Infolge einer Verwechslung erstach der Diener jedoch seinen eigenen Herrn. Der Diener wurde ertappt, verurteilt und gehängt. Wegen seiner schlimmen Tat kam er in die Hölle und weil er dort keine Ruhe fand, soll er auf den Burgen in dunklen Nächten herumspuken.
Auf dem Schlosskopf oberhalb von Ramberg steht die Burgruine Ramburg. Sie erhebt sich 200 m über dem Ort Ramberg und 436 m über Meereshöhe auf dem südöstlichen Ausläufer des Hühnerbergs. Von den SCS'lern wurde mit Schwitzen die Aussichtsplattform über den steilen Anstieg erreicht. Kurz wurde die Geschichte der Burg erwähnt. Erbaut wurde die Ramburg von Kaiser Friedrich Barbarossa als Schutzburg für die Reichsfeste Trifels. 1163 wurde die Ramburg zum ersten Mal erwähnt und sie war bis 1519 im Besitz der Herren von Ramberg. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Burg (444 m über Meereshöhe) mehrmals zerstört und wieder aufgebaut. Mit beispiellosem Idealismus haben die Mitglieder der MGV Harmonia ab 1971 die Burg vor dem Verfallen gerettet und so ein attraktives Ziel für Touristen geschaffen. Reste der Schildmauer und der Tortürme lassen erahnen, wie die Abwehr von Angreifern damals funktionierte. Die Ruinen der Wirtschafts- und Wohngebäude künden von dem Leben der Besatzung in früheren Zeiten. Von der oberen Aussichtsplattform konnten die Wanderer die drei Burgen Trifels, Anebos, Münz, Asselstein und im bunt gefärbten Tal die Orte Dernbach und Ramberg erblicken.
Auf der weiteren Tour wurde die Böchinger Hütte (Pottaschtal-Hütte) angesteuert. Bei der kurzen Rast "tauchten" die eifrigen Wanderer noch rasch ihr "Näsel ins Gläsel". Unter dem Motto: "Das Ende vom Schwein ist der Anfang der Wurst" kann man dort Würste gekocht, gebraten und mit weiteren Zutaten bekommen. Leicht schmunzelnd verlässt der Wanderer dann die Hütte, steht doch auf dem Schild über der Ausgangstür: "Tür zu - oder Hammer ins Kreuz!"
Auf dem letzten Abschnitt der Wanderung passierten die Wanderer die Fischzuchtteiche, die schon Appetit auf eine schmackhafte Fischmahlzeit machten. Endlich wurde dann im Eußertal die Gaststätte Birkenthaler Hof erreicht, wo das erwartete Fischgericht auch verzehrt werden konnte. Auf der Heimfahrt dankten die SCS'ler dem Führer Heinz Gelder für die Organisation der schönen Wandertour. (Foto: G. Fuderer)
Das Foto zeigt die Ski-Club-Wanderer auf der Burgruine Ramburg
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