Roland Klaus bleibt Vorsitzender des FV Dudenhofen. Ohne Gegenstimme wählte ihn die Mitgliederversammlung am Freitagabend im Clubheim für weitere zwei Jahre. Im Rahmen seines Rechenschaftsberichts ging Klaus auch auf Gerüchte um seine Person ein, sprach von Unterstellungen unter der Gürtellinie: "Ich finde es schade, dass es Mitglieder gibt, die solche Gerüchte streuen, anstatt ihre Kritik offen zu äußern." Dass seit vier Jahren keine Mitgliederversammlung stattgefunden habe sei vor allem daran gelegen, dass sich niemand bereitgefunden habe, ein Amt zu übernehmen, so Klaus.
Sein Rechenschaftsbericht machte deutlich, dass sich der FV Dudenhofen sowohl sportlich als auch finanziell sehen lassen kann, gut dasteht. Zahlreiche gesellschaftliche Aktivitäten wie das Prominenten-Benefizspiel zugunsten des Kinderhospizes "Sterntaler", public-viewing bei der Fußballweltmeisterschaft, Beachpartys oder Teilnahme an Spargelfest, Fischerfest und Kerwe machten die Verbundenheit der Fußballer mit dem Ort deutlich und seien ein wichtiger Beitrag zum Ausgleich des Vereinsetats.
Im sportlichen Bereich sei die 1. Mannschaft eine feste Größe in der Verbandsliga, gehöre zur "belle Etage". Der Einzug ins Endspiel des Verbandspokals vor zwei Jahren sei ein Riesenerfolg gewesen. Klaus lobte das Trainerteam das es immer wieder schaffe, eine
spielstarke Truppe auf die Beine zu stellen.
Man werde auch in Zukunft auf die Jugend setzen wie derzeit auch schon, hätten es doch aktuell mit Julian Schwarz und Fabian Braun zwei A-Jugendliche in die erste Mannschaft geschafft.
Die zweite Mannschaft dümple leider eher in den unteren Bereichen der Bezirksklasse herum.
Erfolgreich sei auch die AH mit dem Gewinn des Bezirkspokals gewesen.
Die Tischtennisabteilung habe nach dem Abstieg verlustpunktfrei den Wiederaufstieg geschafft.
Wie man sehen könne seien in den vergangenen Jahren die Anlagen gründlich saniert worden: Sportheim, Umkleide und Duschen seien komplett saniert worden und bei der Grillhütte sei die Überdachung erweitert worden. Er dankte in diesem Zusammenhang Karl-Heinz Schultz, der sich nicht nur um die Fördergelder gekümmert habe.
Als wichtigste Zukunftsaufgabe sah Klaus die Realisierung eines Kunstrasenplatzes, denn dies sei für die sportliche Entwicklung von grundlegender Bedeutung.
Unterstützung erhielt er von Jugendkoordinator Jürgen Hook, der die Versammlungsleitung übernommen hatte. Im Jugendbereich sei der FV Dudenhofen nach Phönix Schifferstadt die Nummer zwei im Umkreis, aber er sei nicht gerne zweiter. Um die begonnene erfolgreiche Jugendarbeit fortsetzen zu können müsse unbedingt ein Kunstrasen her. Derzeit beteiligten sich 13 Jugendmannschaften am Spielbetrieb. In den vergangenen sechs Jahren sei es sein Anliegen gewesen, die Strukturen zu verbessern. Das sei auch gelungen, denn inzwischen
kümmerten sich bis zu drei Personen um eine Mannschaft, gebe es etwa 40 Jugendbetreuer. Igor Keller, der sich um die A-Jugend kümmert, bezeichnete Hook als Glücksfall für den Verein.
Weitere Verbesserungen könnten nur durch die angestrebte Kooperation mit den Nachbarvereinen aus Harthausen und Hanhofen erreicht werden, so Hook.
Spielleiter Gerd Fischer beklagte das Verletzungspech bei der ersten Mannschaft, die mit ursächlich für den Fehlstart in die neue Verbandsligarunde gewesen sei. Mit Platz 3 und dem Verbandspokal-Endspiel vor zwei Jahren sowie Platz zwei im Vorjahr sei es sportlich gut gelaufen. Die Zweite sei in der letzten Saison nur durch den Rückzug Schwegenheims dem Abstieg aus der Bezirksklasse entgangen.
Neben der Freundschaftspflege zu anderen Vereinen absolviere die AH 20 bis 25 Freundschaftsspiele und nehme am Bezirkspokal teil, den man aktuell gewonnen habe, so Abteilungsleiter Thomas Wilhelm. Bei der Ü35 Südwest-Meisterschaf habe der FVD den 5. Platz belegt.
Seinen Frust über einige Mitglieder machte der zweite Vorsitzende und bisherige Geschäftsführer Dieter Kaiser deutlich, als er von Neid und Missgunst sprach und davon, dass für einige der Verein als Plattform für ihr eigenes Ego diene: "Ich wünsche mir mehr Wertschätzung für die geleistete Arbeit." Trotz der Umbauten und Sanierungen hab man die Altschulden in den vergangenen Jahren von 50.000 auf etwa 37.000 Euro abbauen können, so Kaiser. Bei einem Gesamtetat von knapp 190.000 Euro habe es 2009 ein Plus von etwa 11.000 Euro gegeben, 2010 sei ein Minus von etwa 6.000 Euro zu verzeichnen gewesen. Die Kosten für den gesamten Spielbetrieb, also aller Mannschaften, beliefen sich auf zirka 60.000 Euro.
Gerd Fischer wies darauf hin, dass man sich damit am unteren Ende aller Verbandsligisten bewege.
Nachdem Kassenprüfer Berthold Schlosser die Richtigkeit der Zahlen bestätigt hatte, allerdings eine weitere Kassenprüfung in den kommenden Monaten anregte, wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Er zweifelte allerdings die Kompetenz von Kaiser als kaufmännischem Geschäftsführer an. Bei den Wahlen bestimmten die Mitglieder mit dieser Aufgabe den als Schiedsrichter aktiven Kaufmann Cristian Seifert, der die Geschäfte in Personalunion mit Schriftführerin Gertrud Krüger führen wird.
Längere Diskussionen gab es um die Besetzung des Wirtschaftsausschusses. nachdem sich erst einmal niemand bereitgefunden hatte, dieses für den Verein so wichtige Amt zu übernehmen, wurde am Ende der Versammlung nach einem Appel von Roland Klaus dieser Punkt noch einmal eröffnet. Nach einigem Zureden und der Zusage, dass die Abteilungen die Arbeit personell unterstützten, setzte sich Dieter Kaiser den "Hut auf" und wird - wie bisher - gemeinsam mit Chris Fahrnbach den Wirtschaftsbereich koordinieren.
Die weiteren Wahlergebnisse:
2. Vorsitzender Dieter Kaiser;
Beisitzer: Roland Hummel, Hansgerd Walch und Volker Lehr;
Spielausschuss: gerd Fischer, Stefan Goger und Thomas Breinig
Jugendkoordination: Jürgen Hook, Thomas Winter und Florian Himmighöfer;
Bauausschuss wie bisher Karl-Heiz Schultz und die "Montagsmaler";
Altestanrat: Siegfried Fandrich, Richard Schnetzer, Winfried Flaig und Günter Schall;
AH-Abteilung: Thomas Wilhelm und Franz Hook;
Mitgliederverwaltung: Petra Wilhelm;
Platzwart: Roland Hummel
Revisoren: Klaus Ackermann und Raimund Zürker.
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