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CDU-Speyer richtet Appell an alle gesellschaftlichen Gruppierungen zum Widerstand gegen Jugendgewalt - Kriminalitätsbeirat der Stadt soll Federführung übernehmen
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SPEYER | Uebersicht Speyer
Montag, den 09. Januar 2012 um 10:39 Uhr

Das brutale Vorgehen gegen einen Speyerer Bürger, der am Tag vor Silvester von drei Jugendlichen nur wenige Meter vom Altpörtel entfernt krankenhausreif zusammengeschlagen wurde, habe die Bürgerinnen und Bürger von Speyer  aufgeschreckt und sehr verängstigt, so der CDU-Kreisvorsitzende Michael Wagner in seiner Pressemitteilung. Was bislang nur in Großstädten und damit auch gedanklich weit weg von Speyer vorgekommen sei, habe sich letzte Woche mitten im Zentrum unserer Stadt ereignet. Auffällig sei, so Wagner, dass die Täter immer jünger würden. Zum Tatzeitpunkt hätten die Jugendlichen meist übermäßig Alkohol zu sich genommen und seien dadurch in der Regel völlig enthemmt. Hier dürfe man nicht wegschauen, hier müsse man schnell handeln, so der CDU-Chef. „Aus diesem Grunde rufe ich alle gesellschaftlichen Gruppierungen auf, sich mit der Problematik zunehmender Gewaltbereitschaft von Jugendlichen auseinanderzusetzen.

 

Die Federführung könnte der Kriminalitätsbeirat der Stadt Speyer übernehmen.
Schmerzlich sei, so Wagner, dass das Land Rheinland-Pfalz gerade in diesen Tagen über eine Verkleinerung des Polizeiapparates in Speyer nachdenke. In diesem Zusammenhang verweist der Kreisvorsitzende auf den Entschließungsantrag der CDU Speyer zur Polizeistrukturreform vom November des letzten Jahres. In seinem Schreiben in dieser Angelegenheit an Ministerpräsident Kurt Beck vom 04. Dezember 2011 habe Wagner den früheren Chef der Polizei-Gewerkschaft Konrad Freiberg in Erinnerung gebracht, der im Personalabbau bei der Polizei  eine Gefährdung der Menschen auf der Straße sehe. Wer sehenden Auges diese fatale Entwicklung weiter zulasse, vergehe sich an dem Wunsch der Bürger nach Schutz und Sicherheit, so Freiberg.
Dem sei nichts hinzuzufügen, so Michael Wagner. Auf das Schreiben an den Ministerpräsidenten habe Wagner am 20. Dezember eine Zwischennachricht erhalten. Darin heißt es: das Anliegen der CDU-Speyer werde derzeit geprüft und bearbeitet. Bis zur abschließenden Beantwortung bitte man um ein wenig Geduld. (spa/Foto:privat)