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DGB kritisiert steigende Mietkosten in Speyer
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SPEYER | Uebersicht Speyer
Donnerstag, den 12. Januar 2012 um 12:56 Uhr
Die Entwicklung der Mietkosten verfolge er mit großer Sorge, so der Vorsitzende des Speyerer DGB-Stadtverbandes, Axel Elfert, heute in Speyer; immer weniger Geringverdiener könnten es sich leisten zentrumsnah in Speyer zu wohnen. Einer aktuellen Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung zufolge sind die Mietkosten pro Quadratmeter in Speyer mit 6,54 Euro die höchsten in der gesamten Pfalz; auch im Landesvergleich liegen die Mieten in Speyer deutlich über dem rheinland-pfälzischen Durchschnitt von 5,79 Euro.

Elfert: „Familien, Alleinerziehenden und Personen mit niedrigem Einkommen finden in Speyer kaum noch bezahlbaren Wohnraum. Hier findet eine Verdrängung statt, der ich nichts Positives abgewinne kann. Hier zeigen sich die perversen Auswirkungen der Finanzkrise: wohlhabende Anleger flüchten zunehmend in Sachwerte, wie zum Beispiel Immobilien, und interessieren sich nicht im Geringsten für das, was sie mit ihrem Verhalten vor Ort anrichten – Hauptsache die Rendite stimmt.“
Elfert forderte die Verantwortlichen der Stadt auf, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. So könnten zum Beispiel durch eine Erhöhung der Wohnraumförderung weitere soziale Verwerfungen vermieden werden. Die Stadt habe Instrumente, um den Markt zu beruhigen; sie müsse Auflagen schaffen, Spekulanten behindern und Finanzgewinne besteuern, um damit günstigen Wohnraum zu subventionieren, so Elfert. (spa)