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Speyerer GRÜNE: 'Diskussion über jugendliche Gewaltbereitschaft längst überfällig' - CDU-Vorschläge 'eindimensional und populistisch'
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SPEYER | Uebersicht Speyer
Montag, den 16. Januar 2012 um 07:14 Uhr
Für die Stadtratsfraktion der "GRÜNEN" nimmt Luzian Czerny Stellung zum Angriff von Jugendlichen auf einen 61-Jährigen in der Silvesternacht: und die Reaktion der CDU darauf "Den Überfall der drei Jugendlichen in der Gutenbergstraße auf einen 61-jährigen Anwohner bedauern wir Grüne. Solche Übergriffe dürfen einfach nicht passieren. Eine Diskussion über jugendliche Gewaltbereitschaft ist längst überfällig. Wir wollen aber eine solche Auseinandersetzung, wie von der CDU vorgeschlagen, nicht. Sie ist eindimensional und populistisch. Diesen Vorfall mit der geplanten Schließung der Kriminalinspektion in Verbindung zu bringen, entbehrt jeder Grundlage.

Erstens stehen die Veränderungen bei der Organisation der Polizeistruktur erst an und zweitens hat die Kriminalinspektion wenig mit der Sicherheit in öffentlichen Räumen zu tun, für die die Polizeiinspektion zuständig ist. Wir wünschen uns eine ehrlichere Diskussion zu diesem Thema und insbesondere zu den eigentlichen Ursachen der Gewaltausbrüche zu Hause und in der Öffentlichkeit. Verantwortungsvolle Stadtlenker sollten mit solchen Vorfällen behutsamer umgehen.
Wir PolitikerInnen müssen uns mit den verschiedenen Bedürfnissen der Jugendlichen ernsthafter auseinandersetzen. Wir Grünen fordern bereits seit langem ein weitgehend selbst verwaltetes Zentrum, in dem sich Jugendliche ohne Konsumzwang treffen können und sich eigenverantwortlich kontrollieren.
Ernst zu nehmen sind starke Einschränkungen in der Nutzung öffentlicher Plätze durch Jugendliche. Vor nicht all zu langer Zeit wurden aufgrund der Beschwerde eines Geschäftsinhabers Skater des Domplatzes verwiesen. Traurig ist nur, dass die Bürgermeisterin und der Bischof dies unterstützt haben.
Der mit CDU-Mehrheit erreichte Stadtratsbeschluss, einen Bolzplatz in der Martin-Greif-Straße in einen PKW-Abstellplatz umzubauen, verdeutlicht, welche Prioritäten in unserer Stadt gesetzt werden. Wir bedauern dies.
Das sind nur einige Beispiele, die den Ist-Zustand der Geisteshaltung in unserer Stadt verdeutlichen. Wir appellieren an unsere StadtratskollegInnen sich für ein Umdenken einzusetzen und hier direkt vor Ort bessere Bedingungen für unsere Jugendlichen zu schaffen.  Der reflexhafte Ruf nach der Polizei allein und das  Verschieben der Verantwortung nach Mainz ist läppisch."