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Annette Blumenschein und ihr Festkomitee von den Brezlkrachern können stolz sein auf den Orden, den die Vorsitzende des Speyerer Guggemmusikvereins im historischen Ratsaal von der Vereinigung der badisch-pfälzischen Karnevalsvereine beim Zunftmeisterempfang verliehen bekam.
Bei einer Teilnehmerzahl von sage und schreibe 3215 Köpfen war auch die nunmehr dritte Ausgabe des Nachtumzuges der Brezlkracher eine organisatorische Glanzleistung, bei der ein glanzvoller Höhepunkt den anderen ablöste. Die gut 25000 Schaulustigen an der über zwei Kilometer langen Strecke ließen sich von der ausgelassenen Stimmung der Zugteilnehmer ohne weiteres ruck-zuck infizieren, trotz einiger unverhoffter Konfettiduschen, Mützendiebstählen und Verfolgungen von Hexen und vermeintlichen Teufeln diesmal der ganz anderen Art. Wölfe, schaurige, gehörnte Wesen, bunte Vögel, vermummte Gestalten, Guggemusiker, Fanfarenzüge oder die nur scheinbar grimmig blickenden Wildsäue. Sie alle hatten eine Mordsgaudi und ein "verteufeltes" Glück mit dem Wettergott. Warm angezogen waren sie durch die Bank trotzdem beim diesjährigen Spektakulum.
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Sowohl Neulinge als auch die Altgedienten, die in Erinnerung der eisigen Temperaturen des Vorjahres unter der Kostümierung besonders dick verpackt waren.Im Narrendorf auf der Maximilianstraße sorgten Speyerer Gastronome und Vereine mit 18 Ständen bestens für das leibliche Wohl aller Feierlaunigen und auch im Streckenverlauf gab es für Groß und Klein "Tankstationen" aller Art, wie beispielsweise im Bereich der Stadtsparkasse.
Dicht gedrängt standen die Besucher aus Nah und Fern hauptsächlich im Startbereich, wo um 18.11 Uhr der Narrenumzug eingeläutet wurde, in der Wormser Straße sowie in Speyeres Prachtstraße und auf den Plätzen beim Ausschank. Ganz gleich: die Hexen aus Leimersheim und Ettlingen oder Willstädt, die Seegeister von der Bodenseestadt Konstanz, die Roabngallen aus Bensheim, Karlsruher Belzebube und Aidlenger Deifl, die Druff Kapell aus Jugesheim und wie sie alle hießen - pudelwohl und saumäßig gut drauf fühlten sie sich auch diesmal alle zu Gast bei den Brezlkrachern und es versteht sich von selbst, dass die Mitwirkenden unisono versprachen, natürlich auch im kommenden Jahr wieder für Trubel zu sorgen und die Domstadt einzunehmen. Da war es ganz im Sinne der Veranstalter um Cheforganisatorin Blumenschein, dass Polizei, Malterser und städtische Ordnungskräfte nur selten eingreifen mussten, um wenigen, unverbesserlichen Schluckspechten das Handwerk zu legen. Narri und Narro - besser hätte es nicht ausgehen können. (da)
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