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Tränen der Trauer: Marienheim-Innenbereich abgeholzt - Kampf der Anwohner für Erhalt der Bäume gescheitert
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SPEYER | Uebersicht Speyer
Dienstag, den 17. Januar 2012 um 15:38 Uhr
"In nur wenigen Stunden ist alles weg, was in 70 Jahren gewachsen war." Die Anwohnerin des ehemaligen Marienheims kann ihre Tränen über den Kahlschlag in Innenbereich des vormals der katholischen Organisation Caritas gehörenden Immobilenkomplexes kaum zurückhalten. "Eine Freundin und ich haben heute Morgen geweint, als die große Kastanie fiel", gesteht sie auf dem Balkon ihrer Wohnung dem DURCHBLICK. Innerhalb weniger Minuten seien auch die großen Nadelbäume und ein Ahorn ein Opfer der Kettensägen geworden.

Am Dienstagnachmittag waren die Arbeiter bereits mit den Aufräumarbeiten beschäftigt - das Abholzen war beendet, die Baumleichen lagen zum Abholen fein säuberlich zerteilt bereit.
Über zwei Jahre hatten etwa 100 Anwohner des Marienheimgeländes für den Erhalt des wertvollsten Teils des parkähnlichen Innenbereichs gekämpft, wollten diese grüne Lunge mitten in Speyer erhalten. Erst in seiner Letzten Sitzung im Dezember 2011 hatte der Speyerer Stadtrat mit der Mehrheit von CDU, FDP und Speyerer Wählergruppe den Plänen eines Investors letztendlich zugestimmt und damit grünes Licht für dieAbholzung und Bebauung gegeben.
Zurück bleiben nicht wenige sich ohnmächtig fühlende, frustrierte Speyerer Bürgerinnen und Bürger. (ks/Foto: ks)