| SPEYER | Uebersicht Speyer | |||
| Donnerstag, den 19. Januar 2012 um 13:02 Uhr | |||
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Als Gründe für die erneute Vergrößerung des Eínzugsgebietes des Stiftungs-Diakonissenkrankenhauses in Speyer mit ansteigenden Geburtenziffern - die Klinik ist zur Zeit auch das größte Geburtskrankenhaus des Bundeslandes-benennt Jossè die ausgezeichnete medizinische Versorgung in der dortigen Abteilung, die demnächst einen weiteren, siebten Kreißsaal erhalten wird, verbunden mit dem guten Ruf in der Kaiserstadt auf die Welt zu kommen, was sich letztlich in der Geburtsurkunde dokumentiert. In der Stadt mit dem zweithöchsten Geburtsregister nach der Landeshauptstadt, erblicken folglich mehr Kinder das Licht der Welt als in vergleichbaren kreisfreien Kommunen wie Frankenthal, Neustadt oder Landau, die allesamt ebenfalls über entsprechende Geburtskliniken verfügen. Es gibt eine Drillinggeburt, 42 Zwillinggeburten (20 weniger als in 2010) und vier Totgeborene zu vermelden. Von den 2125 neuen Erdenbürgern sind 428 Speyerer Kinder. ( fünf mehr als im Jahr 2010) Somit ist nur etwa jedes fünfte in der Stadt zur Welt gekommene Kind auch Speyerer Einwohner. Die Anzahl der Jungen ist mit einer Anzahl von 221 (52 Prozent) tendenziös leicht rückläufig gegenüber den Mädchen, die mit 207 Neugeburten auf 48 Prozent kommen. 95 Prozent aller in Speyer geborenen Kinder haben deutsche Eltern. Diese Zahl ist dabei, zu wachsen. Hingegen weisen 58 Kinder des hiesigen Nachwuchses eine doppelte Staatsangehörigkeit auf. Interessant in diesem Kontext ist auch die von Standesamtleiter Jossé vorgelegte Vornamensstatistik. Obgleich fünf Vornamen beurkundet werden können, haben von den 2.125 Geburten 55 Prozent nur einen Namen, 40 Prozent einen zweiten. Der Rest ist im Gegensatz zu früheren Zeiten verschwindend gering. (nur noch zwei Kinder mit mehr als drei Vornamen) Rechtlich relevant ist aufgrund der hohen Anzahl verfügbarer Vornamen, dass das Standesamt das Beurkunden nur dann ablehnen darf, wenn Namen dem Wohl des Kindes eindeutig widersprechen. Bisweilen müssen zusätzlich die Gerichte bemüht werden, um eine endgültige Klärung herbeizuführen. In der Hitliste gab es in der Domstadt eine Wachablösung sowohl bei den Mädchen als auch den Jungen. Marie musste nach langen Jahren erstmals der letztjährigen Nummer zwei, Sophie, weichen. Aufsteigende Tendenz bewiesen auch Mia, Emma, Sophia, Anna und Lara, die mehrere Plätze gutmachten. Maria und Katharina hingegen verloren deutlich an Beliebtheit. Acht neue Nennungen unter den 30 häufigsten gab es sowohl bei den weiblichen als auch den männlichen Neugeborenen. Bei den Jungen fiel die Wahl der Eltern mehrheitlich auf Paul, gefolgt von Vorjahresspitzenreiter Maximilian und Aufsteiger Julian. Ben, David und Felix arbeiteten sich konstant nach vorne, während Luca, Philipp und Elias weniger Nennungen verzeichneten. Im Gesamtüberblick wird ersichtlich, dass Eltern auch in Speyer ihren Kindern vermehrt klassische Namen geben. Eine örtliche Besonderheit im Lande stellt das neue kostenlose Baby- und Kindertagebuch dar, das seit vergangenem September an alle Eltern verteilt wird. Hier ist Speyer nach dem bayerischen Memmingen im Allgäu die erst zweite Stadt bundesweit, die ein solches Büchlein kostenlos aushändigt. Aufgrund der gestiegenen Anzahl von Neuregelungen, Änderungen, Beschlüssen und Gesetzen (die Standesbeamten müssen zum Beispiel das frühere und heutige formelle und materielle deutsche und ausländische Ehe-, Familien- und Namensrecht kennen. Ferner das Lebenspartnerschaftsrecht, das Ausländer- und Staatsangehörigkeitsrecht, jeweils einschließlich des maßgebenden internationalen Privatrechts, sowie das Beurkundungs- und Beglaubigungsrecht und die Beschlüsse der obersten Gerichte) ist der Arbeitsaufwand auch in Speyer in erheblichem Maß gestiegen. Jossè und Mitarbeiter vom Team Speyerer Standesamt hoffen deshalb auf baldige Verstärkung. (da)
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