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Landtagsabgeordnete der SPD-Fraktion zu Besuch in Beith Schalom - Judentum bereichert die Gesellschaft
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SPEYER | Uebersicht Speyer
Mittwoch, den 25. Januar 2012 um 19:35 Uhr

Jüdische Gemeinden in Rheinland-Pfalz lautete das Thema eines auswärtigen Fraktionstages der SPD-Landtagsfraktion. Eine siebenköpfige Delegation machte diesmal Station in Speyer, wo sie der Synagoge Beith Schalom einen Besuch abstatteten. Bei einer Besichtigung des Neubaus informierten Daniel Nemirovsky, Geschäftsführer der Jüdischen Kultusgemeinde Rheinpfalz und Israel Epstein, Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Rheinpfalz, die Besucher über die Bautätigkeit und die jüdische Geschichte in der Domstadt und der Pfalz. Zusammen mit Vertretern der SPD-Stadtratfraktion, darunter Stadtverbandsvorsitzender Walter Feiniler und Margarete Boiselle, lauschten Landtagspräsident Joachim Mertes, Vizepräsidentin Hannelore Klamm, die beiden stellvertretenden  Fraktionsvorsitzenden Günther Ramsauer und Alexander Fuhr, sowie die parlamentarische Geschäftsführerin Barbara Schleicher-Rothmund und dazu Kreisverbandsvertreter Andreas Wehrmeister nach der Begrüßung den einleitenden Worten von Friderike Ebli.

 Die Landtagsabgeordnete erinnerte nochmals an einen gemeinsamen Besuch mit Landtagspräsident Mertes beim damaligen OB Werner Schineller, dessen Idee zum Bau einer Synagoge von ihnen beiden tatkräftig im Mainzer Landtag vorangetrieben worden sei. Trotz problematischer Finanzierung habe der Oberbürgermeister mit seinem Bauvorhaben seinerzeit  bei ihnen offene Türen vorgefunden, betonte Ebli angesichts der gelungenen Konstruktion des neuen Speyerer Gotteshauses. Nemirovski bot den Besuchern einen kurzen  Rückblick auf die Historie und bekräftigte wiederholt seine Aussage Beith Schalom stehe allen kulturell interessierten Menschen offen. Er vermittelte den Abgeordneten anschließend einen Einblick in die Symbolik der jüdischen Kultur, insbesondere in die des Gottesdienstes mit der Bedeutung von Menorah, Davidstern, Thorarollen und Gebetmantel.
Im Rahmen einer anschließenden Gesprächsrunde in einem der zwei Konferenzsäle fanden Besucher und Mitglieder der jüdischen Kultusgemeinde Gelegenheit zum Austausch und zur Klärung von Fragen wie zum Beispiel die der Finanzierung jüdischer Gemeinden. ( neben einem staatlichen Zuschuss finanziert sich die jüdische Flächengemeinde Speyer-Ludwigshafen-Kaiserslautern überwiegend selbst durch Stiftungen und Vermächtnisse von Mitbürgern. Zur Sprache kamen aus aktuellem Anlass die Problematik des wieder verstärkt aufkommenden Rechtsradikalismus und das Thema " Bundespräsident Christian Wulff", der bekanntlich bei der offiziellen Einweihung der Synagoge am 9. November 2011 zugegen war. (da/Foto:da)