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WM-Kolumne: Italiener spielen Stiefel zusammen - Heimatland gebührend seiner geographischen Form würdigen
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SPORT | WM-SPEZIAL
Mittwoch, den 23. Juni 2010 um 07:03 Uhr

Von NIcole Schmitt
Telefon - Es ist Claudia. Jetzt???  Das Spiel Italien gegen Paraguay ist doch noch gar nicht zu Ende! "Was ist los, Claudia, bist du enttäuscht?" frage ich. "Es ist langweilig, aber weißt du was? Alle Favoriten spielen schlecht!" Stimmt, nur, dass Deutschland vier Tore gemacht hat, ätsch!

Diesen Satz spucke ich natürlich nicht aus und denke ihn mir lieber.
Mit Enttäuschungen ist es so eine Sache, nur wer erwartet, kann enttäuscht werden und offensichtlich hat sie ganz sicher mit einem Sieg ihrer "Lieblings-Halb-Heimat-Mannschaft" gerechnet!
Doch schon mit dem Anpfiff spielten die Italiener keine Arie sondern einen "Stiefel zusammen", was auch eine Art sein kann, das Heimatland gebührend seiner geographischen Form zu würdigen.
Ihre Analyse ist simpel: "Buffon fehlt heute im Tor, weil er einen Bandscheibenvorfall erlitten hat" (der Arme!), empfinde ich als netten Erklärungsversuch meiner Freundin!
Meiner Befürchtung nach wird Italien an die WM 2006 nicht anschließen können, weil die pomadigen Italiener sich offenbar auf dem Parkett der Frauen und als Herzensbrecher besser auskennen als auf dem Rasen.
Aber mit Befürchtungen ist es auch so eine Sache - sie können, müssen sich aber nicht bewahrheiten.